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Leo Lukas
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Eingetragen am 02.03.2009, 13:43
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Leo Lukas:
Aus dem Vollen - Das Jubiläumsprogramm
Der Kabarettist, Regisseur und Schrifsteller "schöpft" am 7. August auf der Seebühne in Hofstetten-Grünau "aus dem Vollen".
Wenn man sich mit viereinhalb Jahren selbst das Schreiben beigebracht und nie mehr damit aufgehört hat, kommt ganz schön was zusammen - beispielsweise über 1200 Lieder. Anlässlich seines 50. Geburtstags und 30jährigen Bühnenjubiläums stellt Leo Lukas einen Querschnitt durch sein reichhaltiges Schaffen zusammen, quasi ein „Best of“-Programm – und er kann aus dem Vollen schöpfen wie kaum ein Zweiter. Für dieses „Kaleidoskop“ wird er einerseits die am häufigsten geäußerten Wünsche erfüllen, andererseits persönliche Lieblingsnummern einer Generalüberholung unterziehen und außerdem einige nagelneue Stücke präsentieren.
Bereits mit Vierzehn textete und komponierte Leo Lukas seinen ersten Hit: „Es ist schön, solche Freunde zu haben“ singen heute noch Österreichs Jungscharkinder landauf, landab. Seit 1978 tritt der gebürtige Köflacher als Kabarettist auf, wobei er nicht nur die steirische Szene entscheidend mitgeprägt hat. Seine oft bitterbösen, ausgefuchsten, jedoch stets eingängigen Songs trugen ihm von Kritikern Vergleiche mit Herman van Veen, Georg Kreisler, Tom Waits, Jonathan Richman, Bert Brecht bis hin zu Johnny Cash ein – was wohl für seine große musikalische Bandbreite spricht.
Obacht: Angesichts der Materialfülle variiert Leo das Programm, bringt also nicht jeden Abend genau dieselben Nummern. Wann immer sich das einrichten lässt, wird er von einem weststeirischen Landsmann musikalisch verstärkt: Klaus Finder, langjähriger Torhüter des österreichischen Handball-Nationalteams, spielte als Profi in Italien, um sich dort das Cello-Studium zu finanzieren. In letzter Zeit agierte er hauptsächlich als Pianist; für Leo hat er jetzt auch seine „Krawall-Biskotte“ wieder auf Vordermann gebracht.
Biographie
Leo Lukas wird am 8. Jänner 1958 in Köflach geboren.
Kindheit und Jugend: Volksschule und Realgymnasium in Köflach. In dieser Zeit Mitwirkung an diversen historischen Ereignissen, u.a. Einweihung des neuen Schulzentrums, des Hallenbads und der Pichlinger Kirche sowie die Erringung des Herbstmeistertitels der Regionalliga Ost durch den WSV Rosental. Er wird zweieinhalb Stunden nach bestandener Matura (mit Auszeichnung) wegen Volltrunkenheit der Schule verwiesen.
Ab 1978: Lokalreporter, Jazzkritiker und Kolumnist bei der „Kleinen Zeitung“ in Graz.
1982 - 1984: Basisdemokratischer Betrieb des Kulturlokals „feinkunstwerk & tingeltangel“, dortselbst zahlreiche Festivals und Happenings. Das erste Soloprogramm „Der Lukas haut zurück“ enthält mehrere schlüpfrige Lieder. –
Ab 1986: Kooperationen als Texter, Komponist, Darsteller und/oder Regisseur mit u.a. den „Blauen Engeln“, Werner Brix, Roman Gregory, Severin Groebner, Josef Hader, Pepi Hopf, Christoph Krall, Karl F. Kratzl, Jörg Maurer, Thomas Maurer, den „Menubeln“, Ludwig Müller, Steffi Paschke, Irene S., Mike Supancic, Jörg-Martin Willnauer sowie den MusikerInnen Toni Burger, Klaus Finder, Reni Hofmüller, Klaus Kofler, Christian Muthspiel, Wilfried Scheutz, Achim Tang, Fredy Tezzele, ...
In drei aufeinander folgenden Jahren (88-90) werden Programme, an denen Leo Lukas maßgeblich beteiligt ist, mit dem von ORF, ARD und SRG verliehenen Kabarettpreis “Salzburger Stier” ausgezeichnet.
Übersiedlung nach Wien. Zahlreiche Theaterstücke und Musicals.
1996: Sechsmonatiger Aufenthalt in Havanna, an der dortigen Universität Leitung eines wöchentlichen Theaterworkshops.
2000/01: Neunmonatiger Aufenthalt in Edinburgh. Regelmäßige Teilnahme an den montäglichen Folksessions in der „Oxford Bar“. „Goldenes Buch“ für über 50.000 verkaufte Exemplare von „Jörgi, der Drachentöter“. – A
2005: Österreichischer Kabarettpreis „Karl“. Ein Jahr darauf erhält das Programm „Gib dir dein Leben zurück“ von Pepi Hopf, bei dem LL Regie geführt hat, den Nachwuchs-„Karl“.
2008: Zweiter Platz beim Deutschen Blasphemie-Preis „Frecher Mario“ für das Musikvideo „Sehr Geehrter Islam“, das auf YouTube nach wie vor recht heftig und kontrovers diskutiert wird.
2009: Jubiläumsprogramm „Aus dem Vollen“, bestehend hauptsächlich aus schlüpfrigen Liedern. In Vorbereitung weiters: Kindermusical „Polly Poppil und die Reiseleiter“, Duo-Programm „Nackte Zahlen“ (anlässlich der silbernen Bühnenhochzeit mit Simon Pichler), diverse Romanprojekte.
Derzeit wohnt Leo Lukas im siebenten Wiener Gemeindebezirk. Er bereichert zuweilen die TV-Comedysendung „Was gibt es Neues“, tritt weniger häufig auf, schreibt dafür mehr denn je. Danke der Nachfrage, es geht ihm gut.
Rauf
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